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Hurra, die Christl ist wieder da!

So fröhlich wird Christl Dolles begrüßt, wenn sie zur Narben-Behandlung ins Reha-Zentrum kommt. Kein Wunder – immerhin ist sie seit 21 Jahren dort und gehört fast zur Familie.

„Ja, es ist einfach nett, wie ich hier begrüßt werde, wenn ich im Frühjahr und Herbst meine Abteilungen im Reha-Zentrum durchlaufe. Ich gehöre für viele hier schon zum Inventar, zumal ich ja auch selber Krankenschwester bin. Ja, ich bin Krankenschwester – und mit Leib und Seele für meine Patienten da. Deshalb habe ich auch keine Sekunde gezögert, als es damals zu diesem Zimmerbrand kam.

Es war im Juni 1995. Ich hatte Nachtdienst in einer Klinik in Regensburg, als ich plötzlich Rauch aus einem Patientenzimmer quellen sah. Ein rauchender Patient hatte sein Zimmer in Brand gesteckt. Es war völlig klar, dass ich ihn und seinen Zimmernachbarn retten musste, denn die beiden konnten nicht mal eben aus dem Bett hüpfen und sich in Sicherheit bringen. Ich habe keinen Augenblick an meine eigene Sicherheit gedacht, wollte einfach nur helfen. Das wurde mir leider zum Verhängnis. Ich konnte zwar meine Patienten retten, erlitt dabei aber selber schwere Verbrennungen. Sofort wurde ich in die Regensburger Uniklinik gebracht und nach der Erstversorgung in die Spezialklinik nach München-Bogenhausen geflogen. Eine ganze Reihe von Operationen folgte, um meine Hände, mein Gesicht, meine Ohren, fast meinen ganzen Körper zu rekonstruieren. Mein Leben, mein Aussehen hatte sich in dieser Nacht komplett verändert.“
 

Die erste Schwerstbrandpatientin

„Nach dreieinhalb Monaten in Bogenhausen wurde ich in das Reha-Zentrum verlegt. Doch so genau wusste am Anfang kein Therapeut, wie man mich am besten behandelt. Ich war die erste Schwerstbrandpatientin in der Einrichtung. Im Jahre 1995 gab es für jemanden wie mich noch keine Therapiekonzepte. Was inzwischen für jeden Patienten mit Brandnarben selbstverständlich ist, nämlich tägliche Bäder, Brandnarben-Massage, Ergotherapie, Krankengymnastik und psychologische Betreuung, musste damals erst noch erarbeitet werden. Als Krankenschwester wurde mir schnell bewusst, dass meiner Narbentherapie eine große Bedeutung zukommt. Insgesamt habe ich zweieinhalb Jahre lang konsequent meine Kompressionsversorgung getragen, Jacke, Armstrümpfe, Handschuhe und Oberschenkelstrümpfe – rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag.

In den ersten zwei Wochen war das Tragen der Kleidung noch ungewohnt, aber irgendwann gehörten die Teile einfach dazu. Und ich bemerkte die positiven Veränderungen der Narben: Durch das konsequente Tragen wurden sie flacher. Inzwischen brauche ich keine Kompression mehr. Aber die Massagen und die Gymnastik alle halbe Jahre in der Reha sind nötig, um mich in meinem eigenen Körper nicht wie einem Panzer zu fühlen. Es ist ungefähr so, als wäre mein Körper in strammer Klarsichtfolie verpackt. Nach sechs Wochen Reha nimmt dieses Gefühl ab, der Panzer weitet sich, mir geht es wieder besser. Und weil ich immer noch mit Leib und Seele Krankenschwester bin, kümmere ich mich ein wenig um die Patienten, die frisch in die Reha kommen. Ich kann ihnen manch wertvollen Tipp geben und ihnen erzählen, wie es früher war mit der Brandnarbenversorgung.“
 

Bausteine der Narbentherapie

Vom Fuß-Zehenteil über Kompressionsstrumpfhose und Thoraxbandage bis hin zur Gesichtsmaske bieten wir Ihnen Versorgungen für nahezu alle Bereiche des menschlichen Körpers an. Die Kompressionsprodukte speziell für die Therapie von Narben sind in den Gestricken Juzo Expert und Juzo Expert Silver erhältlich. Diese medizinisches Kompressionsgestricke fördern durch wirksamen Druck das Abheilen von Narben.

 

Pluspunkte für Sie im Überblick:

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  • Volle Beweglichkeit bleibt erhalten
  • Leichtes An- und Ausziehen
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