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Neue Studie zeigt: CVI frühzeitig behandeln

Die Behandlung der chronisch-venösen Insuffizienz (CVI) ist wichtig, da diese schweren Verläufen und damit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirkt.

Venenschwäche ist eine Volkskrankheit

Eine neue Studie hat gezeigt, dass die chronisch-venöse Insuffizienz ausgesprochen verbreitet ist. Unter den 40- bis 80-jährigen Proband*innen der bevölkerungsbasierten Gutenberg-Gesundheitsstudie lag der Anteil der Erkrankten bei über 40 %. Dabei steigt die Häufigkeit einer CVI mit dem Alter deutlich an. Betrachtet man lediglich die 70- bis 80-jährigen steigt der Anteil der Betroffenen auf fast 70%. Generell sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer. 

Venenschwäche nicht auf die leichte Schulter nehmen

Noch immer wird die Venenschwäche, insbesondere wenn diese noch nicht stark ausgeprägt ist, von vielen Patient*innen nicht ernst genug genommen und daher auch nicht konsequent behandelt. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass eine chronische Venenschwäche mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einer höheren Sterblichkeit einhergeht. Univ.-Prof. Dr. Philipp Wild, Leiter der Präventiven Kardiologie am Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz rät daher eindringlich, die Krankheit ernst zu nehmen und als möglichen Indikator für das Vorliegen einer kardiovaskulären Erkrankung zu nutzen.

Venenschwäche bereits im Frühstadium behandeln

Durch die konsequente Nutzung von Kompressionsstrümpfen lässt sich das Fortschreiten der CVI deutlich verlangsamen. Es liegt nahe, dass so auch Folgeerkrankungen vermieden und die Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen verringert werden können.

 

Originalpublikation:
Chronic venous insufficiency, cardiovascular disease, and mortality: a population study. Eur Heart J. 2021 Aug 13:ehab495. Online ahead of print. PMID: 34132336. DOI: 10.1093/eurheartj/ehab495


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