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20 Jahre Juzo Akademie: Bewegung auf der Erfolgsspur

Seit 20 Jahren fördert die Julius Zorn GmbH die Weiterbildung ihrer Fachhandelspartner über die eigene Juzo Akademie. Ihr großer Zuspruch und ihr branchenweit exzellenter Ruf belegen den Erfolg des firmeneigenen Konzepts: Mehr als 5.000 Teilnehmer nutzten im vergangenen Jahr das praxisorientierte Seminarangebot oder besuchten eines der medizinischen Symposien. Darüber hinaus organisiert das Akademie-Team jährlich mehr als 200 Ausstellungsbeteiligungen und betreut eine Vielzahl von Besuchergruppen am Stammsitz in Aichach. In Zukunft wird diese Erfolgsspur auch ins Ausland führen.

Ein Gespräch mit Juzo Geschäftsführer Uwe Schettler, Akademie-Mitbegründer Josef Strobl und Akademie-Leiterin Sonja Eham.

Geschäftsführung, Uwe Schettler

Uwe Schettler, 
Geschäftsführung,
Julius Zorn GmbH

Josef Strobl, Akademie- Mitbegründer

Josef Strobl,
Akademie-Mitbegründer,
Julius Zorn GmbH

Akademie-Leiterin Sonja Eham

Sonja Eham,
Akademie-Leiterin,
Julius Zorn GmbH

Wie entstand die Idee, 1997 die Juzo Akademie zu gründen?

Uwe Schettler: „Sie entstand aus unserem Juzo Marketingclub heraus, unserer damaligen Plattform für den Austausch unter Fachleuten. Seminare anzubieten, war natürlich nichts Neues. Aber dass wir als Hersteller unter dem Namen „Akademie“ nicht nur Produktwissen, sondern ein umfangreiches Informationsangebot an den Fachhandel weitergeben wollten, war ambitioniert und zeigte unseren hohen Anspruch.

Das ist heute wichtiger als damals, denn unser Gesundheitsmarkt verändert sich stark. Auch weil sich die Alterspyramide dramatisch verschiebt. Der Patient wird künftig mehr selbst bezahlen müssen und erwartet entsprechend mehr Betreuung und Service vom Fachhandel. Damit ist es auch für unsere Fachhandelspartner als Klientel unserer Akademie unerlässlich, sich immer weiter fit zu machen und auf dem neuesten Wissensstand zu halten und sich so vom „Gesundheitskaufhaus“ abzuheben.

Wir sind als Spezialisten in der medizinischen Therapie ein starker Partner für diesen Wissensaufbau. Unser Credo bei unserem Akademie-Konzept ist: Wo sind die Nöte der Kunden und Versorger? Da setzen wir mit unserem Angebot an.“

Welche Meilensteine gab es in der Erfolgsgeschichte der Juzo Akademie?

Josef Strobl: „1997, gleich im ersten Jahr, haben wir einen mehrmonatigen Lehrgang „Verkaufsprofi im Sanitätsfachhandel“ angeboten. Wir bildeten in den Bereichen Verkauf, Produkt, Beratung bis hin zum Handelsmarketing aus. Nicht nur für unsere Themen wie Kompression, sondern auch Brustversorgungen oder Inkontinenz in Zusammenarbeit mit weiteren Partnerfirmen. Dieser Lehrgang war sogar von der IHK geprüft. Und wir treffen heute noch Führungskräfte, die damals unseren Lehrgang gemacht haben und sagen, welchen Nutzen er ihnen in ihrer beruflichen Weiterentwicklung gebracht hat.

Ab 1999 haben wir dann die IHK-zertifizierte Weiterbildung zum „Außendienst-Fachberater im Sanitätsfachhandel“ angeboten. Das war damals sogar ein eigenes Berufsbild. Die Fortbildung bestand aus Präsenzterminen und Lernen zu Hause mit Kollegbriefen. Sogar Volks- und Betriebswirtsaft waren Bestandteile der Ausbildung.

Auf diese umfassenden Lehrgänge folgte – entsprechend der Entwicklung in unserer Branche – eine zunehmende fachliche Differenzierung. Ehemals komplexe produktübergreifende Seminare wurden thematisch getrennt und unser Angebot dadurch  immer differenzierter und vielfältiger.

2010 betraten wir innerhalb unserer Branche wieder Neuland und begannen, medizinische Symposien zu veranstalten. Diese richten sich in erster Linie an Ärzte und Therapeuten, aber selbstverständlich auch unsere Fachhandelspartner. Den Auftakt machte das Münchner Lymph-Symposium. Es war auf Anhieb erfolgreich und seither führen wir es jährlich durch. 

Weitere Lymph-Symposien in Bochum und Berlin folgten ab 2012 und alle erfreuen sich inzwischen eines großen Stammpublikums. 2014 haben wir für unsere Geschäftsbereiche Orthopädie und Narbentherapie und 2016 für die Phlebologie eigene medizinische Symposien  aus der Taufe gehoben. 

Dass wir bei den Symposien die Wissenschaft und Forschung  und nicht unser Produktmarketing in den Vordergrund stellen, führt zu viel Anerkennung bei Referenten und Teilnehmern. 

Die Symposien sind für die Teilnehmer und für uns selbst eine sehr wertvolle Informations-Drehscheibe.“

Was bietet die Juzo Akademie, was sie von anderen Fortbildungsangeboten abhebt?

Sonja Eham: „Wir punkten am stärksten bei der Qualität unseres Angebots, ergänzen beispielsweise unsere Seminare durch sehr gute Praxisanteile. Hier haben wir je nach Thema zum Beispiel einen hochkompetenten Arzt, Therapeuten oder Fachversorger dabei, der die Teilnehmer anleitet und eigene Beispiele aus der Praxis mitbringt, denn Kompetenz geht „Hand in Hand“. Es ist immens wichtig für die tägliche Arbeit, wenn eine Fachhandelsverkäuferin von einem Arzt die neuesten Behandlungsmethoden vermittelt bekommt oder an einem Ödem-Patienten das lymphologische Maßnehmen lernt. Danach kann sie ganz anders auf ihre Kunden zugehen und für ihre Patienten eine lösungsgerechte und optimale Versorgung gewährleisten.

Welcher organisatorische Aufwand steckt hinter dem Angebot?

Sonja Eham: „Die Juzo-Akademie hat insgesamt vier Säulen: die offenen Seminare, die Inhouse-Seminare, die Symposien und die Kongresse. Um jeden Bereich kümmert sich rund ums Jahr je ein fester Mitarbeiter. Bei insgesamt 5.000 Teilnehmern pro Jahr über alle Bereiche ist das zweifellos eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.“

Wie wählen Sie Themen, Veranstaltungsorte und -termine aus?

Sonja Eham: „Hier kommt unsere langjährige Erfahrung zum Tragen: Wir werten kontinuierlich aus, was besonders gut funktioniert und was weniger. Und selbstverständlich berücksichtigen wir den regionalen Fortbildungsbedarf. Das ist ein permanenter Optimierungsprozess. Im Ergebnis ist unser Angebot heute absolut breit gefächert.

Wie stellen Sie sicher, dass die Fortbildungen nachhaltig wirken?

Sonja Eham: „Nachhaltig wirkt zum einen der Praxisanteil der Seminare, der die Theorie bei den Teilnehmern immer gut verankert. Zum anderen der stufenweise Aufbau der Seminare vom Einsteiger bis zum Experten, so dass die Teilnehmer auf zuvor Gelerntem aufbauen können. Wir nehmen auch das Feedback zu den Veranstaltungen sehr ernst und stellen den Teilnehmern auch gerne nach den Fortbildungen noch zusätzliche Informationen zur Verfügung.“

Juzo ist auf mehr als 200 Ausstellungen pro Jahr präsent, oft zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten. Lohnt sich der immense Aufwand?

Uwe Schettler: „Wir besuchen eine große Bandbreite von Ausstellungen, da der persönliche Kontakt mit Experten und Zielgruppen für uns unersetzlich ist. Auch führen wir einen großen Teil unseres Geschäftserfolgs darauf zurück.“

Was bringen die Mitarbeiter mit, die bei Ihnen so erfolgreich Seminare organisieren?

Uwe Schettler: „Drei Dinge stehen da ganz oben: das große Engagement, das unsere Mitarbeiter allesamt zeigen, ihre hohe Identifikation mit den Unternehmenszielen und natürlich ihr Organisationstalent. Sie geben alles für eine gelungene Veranstaltung und zufriedene Teilnehmer. Sie haben Freude am direkten Kontakt mit Menschen, sie packen selbst mit an, auch mal nach Feierabend, und als Organisationsprofis denken sie wirklich an alles.“

Mit der Akademie tun Sie ja viel für Ihre Kunden. Haben Sie für Ihre eigenen Mitarbeiter den gleichen hohen Anspruch? Besuchen die auch Seminare der Akademie?

Uwe Schettler: „Ja, unser hoher Anspruch zieht sich durch alle Bereiche. Für die Fortbildung unserer Mitarbeiter sorgt in erster Linie unsere Personalabteilung. Neben Inhouse-Schulungen, auch mit externen Referenten, lassen wir unsere Mitarbeiter bei Bedarf auch an den Seminaren unserer Akademie teilnehmen.“


Welche Pläne haben Sie in den nächsten 20 Jahren für die Akademie?

Uwe Schettler: „Sicher ist, dass unsere Akademie künftig auch mehr international agieren wird. Wir beginnen jetzt, unser Angebot im Ausland zu professionalisieren, zunächst in unseren Kernmärkten Italien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien.  

Ansonsten ist das Feedback auf unsere Akademie-Aktivitäten von allen Seiten so positiv, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiter verfolgen wollen, natürlich immer mit Blick auf die sich ändernden Anforderungen der Branche.“

Und zum guten Schluss eine neugierige Frage, denn lebenslanges Lernen gilt ja auch für Sie, Herr Schettler: Welche Fortbildung haben Sie zuletzt besucht?

Uwe Schettler: „Wegen meines vollen Terminkalenders setze ich den Schwerpunkt bei unseren Symposien. Zuletzt war ich bei unserem ersten internationalen Phlebologischen Symposium in Dortmund vor Ort. Ich lerne tatsächlich am meisten durch den interprofessionellen und interdisziplinären Meinungsaustausch. Ich nutze solche Treffen als Informationsdrehscheibe für mich.“

Vielen Dank für das Gespräch!

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