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Patellaspitzensyndrom (PSS)

Was ist das Patellaspitzensyndrom?

Beim Patellaspitzensyndrom handelt es sich um eine chronische Entzündung des Ansatzpunktes der Patellasehne an der Kniescheibe. Sie tritt meist infolge einer Überlastung auf und lässt sich gut diagnostizieren, da der Schmerz deutlich an der unteren Patellaspitze lokalisiert und bei der Untersuchung leicht reproduziert werden kann. 

Das Patellaspitzensyndrom wird in vier Grade unterteilt.  Im 1. Grad tritt der Schmerz ausschließlich nach einer starken Belastung auf. Beim 2. Grad tritt der Schmerz zu Beginn und nach der Belastung auf. Beim 3. Grad ist ein dauerhafter Schmerz vorhanden. Beim 4. Grad kommt es zum Riss der Patellasehne. 

Das Patellaspitzensyndrom ist die häufigste Knieerkrankung bei Spitzensportlern und ambitionierten Freizeitsportlern. Insbesondere Sportarten mit hohen Zugbelastungen der Patellasehne,  wie sie beim Springen und Abfedern auftreten, können ein  Patellaspitzensyndrom begünstigen. Dazu gehören neben Hoch- und Weitsprung auch Ballsportarten wie Volleyball und Basketball aber auch Gewichtheben oder Ausdauerläufe auf hartem Untergrund.

Schmerzpunkt Patellaspitzensyndrom

Lokalisation des Schmerzes

Das Patellaspitzensyndrom ist eine Entzündung der Sehne, die den Oberschenkelmuskel über die Kniescheibe (Patella) mit dem Schienbein (Tibia) verbindet. Diese tritt am unteren Ende der Kniescheibe genau am Übergang der Patellasehne zur Patella auf.

 

Das Patellaspitzensyndrom kennt viele Namen 

Die meisten kennen das Patellaspitzensyndrom (PSS) wohl unter der umgangssprachlichen Bezeichnung Jumper’s Knee oder Springerknie. Außerdem sind die Fachbegriffe Patellar tendinitis, Patellar tendinosis, Patellartendinopathie, Enthesiopathie und Patellartendinopathie gebräuchlich.


Ursachen für das Patellaspitzensyndrom 

Das Patellaspitzensyndrom wird durch eine chronische Überlastung des Sehnenansatzes hervorgerufen. Dabei ist die Belastung im gebeugten Zustand des Knies am stärksten, da der Sehnenansatz abgeknickt und angespannt ist. 

Bei der Entstehung eines Patellaspitzensyndroms können grundsätzlich 3 Bereiche beteiligt sein: der aktive Bewegungsapparat (Muskeln und Sehnen), der passive  Bewegungsapparat (Knochen, Gelenke und Bänder), sowie die individuelle Körperstatik.  

  • Überlastung  

Insbesondere bei der Landung nach einem Sprung kommt es zu einer maximalen Zugbelastung der Kniescheibe. Neben der Intensität spielen aber auch die Häufigkeit der Belastung und der jeweilige Trainingszustand  eine relevante Rolle.

 

  • Zugkräfte durch Dysbalancen

Eine angeborene Bandschwäche, eine verkürzte oder verhärtete Oberschenkelmuskulatur, ein verkürztes Bein oder andere körperliche Dysbalancen können die Zugkräfte, die auf die Patellasehne einwirken, verstärken.

 

  • Hochstand der Kniescheibe

Beim Patellahochstand, auch als Patella alta oder Kniescheibenhochstand bezeichnet, ist die Kniescheibe nach oben verschoben und sorgt damit in der Beugephase für erhöhte Zugkräfte auf die Patellasehne. Ein Patellahochstand kann sowohl angeboren als auch erworben sein. 

 

  • Malalignment (Fehlausrichtung der Patella) 

Läuft die Kniescheibe nach außen versetzt, führt das zu einer zusätzlichen Belastung und kann Beschwerden zur Folge haben.


Ganzheitliche Behandlung des Patellaspitzensyndroms

Um die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung des Patellaspitzensyndroms zu schaffen, ist es wichtig, zuerst die Belastungssituation zu beenden. Je nach Intensität ist eine sechs- bis zwölfwöchige Pause ratsam, bevor man langsam wieder zu trainieren beginnt. 

Hilfsmittelversorgung

Bei chronischen oder akuten Schmerzen hilft ein Patellasehnenband wie das JuzoFlex Patella Xtra dabei die Kniescheibe zu führen und zu stabilisieren. Die Massagewirkung der Noppierung fördert die Blutzirkulation und damit den Heilungsprozess. Ist die Ursache des Patellaspitzensyndroms eine Fußfehlstellung können orthopädische Einlagen die Dysbalance ausgleichen. In schweren Fällen verleiht eine Orthese wie die JuzoPro Patella Xtec Plus zusätzlich Stabilität und ist somit noch wirkungsvoller.

Therapie mit der JuzoFlex Patella Xtra 

Patellaspitzensyndrom optimal versorgen

Die JuzoFlex Patella Xtra wird zur konservativen Therapie des Patellaspitzensyndroms eingesetzt. Vorrangig soll die Schmerzsymptomatik reduziert und die Regeneration unterstützt werden. Eine Pelotte zentriert die Kniescheibe und verbessert so die Führung der Kniescheibe. Durch ihre stimulierende und massierende Wirkung fördern Noppierungen den Heilungsprozess. 

Die Therapie des Patellaspitzensyndroms kann bis zu 16 Wochen in Anspruch nehmen. Sie erfordert viel Geduld und Mitarbeit seitens des Patienten. Bei einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung kann das Patellaspitzensyndrom einen chronischen Verlauf nehmen. Daher sind eine konsequente Versorgung mit der JuzoFlex Patella Xtra, ergänzende physikalischen Maßnahmen und Übungen zur Rehabilitation erforderlich.

Physikalische Therapie

Je nach Grad, Schmerzbild und Indikation kommen beim Patellaspitzensyndrom verschiedene Formen der physikalischen Therapie zum Einsatz. Neben Massagen und Krankengymnastik werden auch Thermotherapie, Elektrotherapie, Ultraschall und Stoßwellentherapie angewandt. Die einzelnen Maßnahmen können je nach Ursache individuell zusammengestellt und kombiniert werden.

Bewegung

Um die Belastung des Sehnenansatzes zu reduzieren ist es erforderlich Sportarten mit Sprüngen und anderen starken oder zahlreichen Zugbelastungen zu vermeiden. Um die stützende Muskulatur zu stärken, sollten Sie nach Absprache mit dem Arzt auf schonende Sportarten wie Radfahren oder Aquajogging umsteigen. Die regelmäßige Dehnung der Oberschenkelmuskulatur kann die Spannung an der Kniescheibe reduzieren, während andere  gezielte Übungen Dysbalancen ausgleichen können. 

Für das Training eignen sich insbesondere exzentrische Übungen. Bei diesen wird der Muskel zügig kontrahiert. Die so entstandene Muskelspannung wird dann in der exzentrischen Phase langsam und kontrolliert wieder gelöst. 

Operative Verfahren

Chirurgische Eingriffe sollten beim Patellaspitzensyndrom nur als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden. Tritt durch die konservative Behandlung dauerhaft keine Besserung ein, gibt es sowohl offene als auch minimal-invasive Operationsmethoden.