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Lymphwissen

Alles rund um das Thema Ödemtherapie.
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Unter Lymphologie versteht man die Lehre von Erkrankungen des Lymphsystems und der Lymphgefäße. Eine frühzeitige Diagnose von Fehlfunktionen des Lymphgefäßsystems ist wichtig, da diese gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. So kann es durch eine unbehandelte lymphologische Erkrankung zu erheblichen Beeinträchtigungen in Alltag und Beruf kommen. Eine Behandlung muss deshalb frühestmöglich erfolgen, um einer Verschlechterung der Erkrankung entgegenzuwirken.


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Das Lymphsystem

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Neben dem Blutgefäßsystem existiert mit dem Lymphgefäßsystem ein weiteres, sehr wichtiges Gefäßsystem im menschlichen Körper. Es durchzieht ebenso den gesamten Körper und verläuft meist parallel zu den Blutgefäßen. Im Vergleich zum Blutkreislauf, ist das Lymphgefäßsystem kein in sich geschlossener Kreislauf. Es handelt sich um ein halboffenes System.

Das Lymphsystem ist der wichtigste Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Es übernimmt dabei die Funktion eines Transport- und Abfallsystems für verschiedene Substanzen, die über die Blutgefäße in die Zellzwischenräume gelangen und vom Körper über andere Wege nicht abgebaut werden können.

Nur mit einem intakten Lymphsystem und durch einen optimalen Abtransport der Lymphflüssigkeit (Lymphe) gelingt die Entsorgung dieser sogenannten „lymphpflichtigen Last“. Lymphpflichtige Lasten sind vor allem Substanzen wie Eiweiß, Nahrungsfette, Zellen und Zelltrümmer, aber auch Krankheitserreger wie Bakterien und Viren.


Ödeme

Ödeme sind sichtbare und tastbare Schwellungen, die durch unterschiedliche Erkrankungen, nach Operationen oder Verletzungen auftreten können. Ein Ödem entsteht durch eine vermehrte Ansammlung von Flüssigkeit oder Fettzellen im Gewebe. Flüssigkeit staut sich und kann nicht mehr vollständig abtransportiert werden.

Ödeme lösen oft Druck- oder Spannungsschmerzen aus und bringen Bewegungseinschränkungen mit sich, die erhebliche Beeinträchtigungen für die Betroffenen bedeuten. Die unterschiedlichen Ödemformen sind nicht einfach voneinander zu unterscheiden. 


Gut zu wissen
  • Ödeme sind nicht immer krankhaft, treten aber nie ohne einen Grund auf. Deshalb ist es immer wichtig, die Ursache durch einen Arzt abzuklären.

Ödemtherapie

Eine Heilung von Lymph- und Lipödemen ist nicht möglich. Je früher aber mit einer Therapie begonnen wird, desto größer ist die Chance, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Dadurch können auch Komplikationen und Folgeerscheinungen wie extreme Bewegungsbeeinträchtigungen, Hauterkrankungen oder zusätzliche Venenleiden reduziert bzw. vermieden werden.


Die effektiven konservativen Ödemtherapien: die Komplexe (Lymphödem) bzw. Kombinierte (Lipödem) Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Diese bestehen aus den Bausteinen:
Manuelle Lymphdrainage (MLD), Kompressionstherapie, Hautpflege / Hautsanierung und entstauende Bewegungs- und Atemtherapie. Diese sind in zwei aufeinander aufbauende Phasen aufgeteilt. Besondere Bedeutung kommt dabei der aktiven Mitarbeit / Eigenbehandlung des Patienten zu (Selbstmanagement). Mit Hilfe dieser Bausteine ist es möglich, Lymphödeme und, bis zu einem bestimmten Grad, auch Lipödeme effizient zu behandeln, einer Verschlimmerung entgegenzuwirken, Verbesserungen zu erzielen und diese auch zu erhalten.


Phase 1: Entstauungsphase

Die erste Phase der KPE hat das Ziel, den Lymphabfluss in der erkrankten Körperregion zu verbessern, Verhärtungen in Gewebe (Fibrosen) zu lockern und den Abtransport der eiweißreichen Ödemflüssigkeit zu erleichtern. Diese Phase besteht aus den Bausteinen einer engmaschigen, möglichst täglich stattfindenden Manuellen Lymphdrainage (MLD), ergänzender Kompressionstherapie mit möglichst täglicher Kompression sowie Bewegungstherapie und Hautpflege.


Phase 2: Erhaltungsphase

In der zweiten Phase der KPE werden die Einheiten der MLD nach individuell benötigtem Therapiebedarf reduziert und der erzielte Therapieerfolg versucht, dauerhaft zu erhalten und zu optimieren. Dies geschieht durch flachgestrickte Kompressionsbekleidung (z. B. Juzo Expert oder Juzo Expert Strong) und Bewegungstherapie.


Die Bausteine der KPE (Kombinierte Physikalische Entstauungstherapie) in der konservativen Therapie

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1. Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Bei der MLD handelt es sich um eine therapeutische Massagetechnik. Mit speziellen Handgriffen ist es möglich, den Lymphabfluss zu aktivieren und das Gewebe zu entstauen.



Eingelagerte, eiweißreiche Flüssigkeit wird über das Lymphsystem entsorgt. So kann sich das Ödem zurückbilden und das verhärtete (fibrotische) Bindegewebe wird gelockert und dadurch weicher. Bei der Therapie eines Lipödems steht die Schmerzreduktion und die Mobilisierung des Gewebes im Vordergrund. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Massage erfolgt die Lymphdrainage mit sanften, langsamen Griffen. Ob eine Lymphdrainage für Sie geeignet ist, wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.


2. Kompressionstherapie

Um die Entstauungssituation nach der MLD zu erhalten, muss direkt nach der MLD mit Kompression ergänzend therapiert werden, um ein erneutes, Anstauen von Lymphflüssigkeit zu reduzieren.



Da in Phase 1 der KPE durch die kontinuierliche Umfangabnahme große Größenschwankungen zu erwarten sind, muss der betroffene Körperteil mit speziellen lymphologischen Kompressionsverbänden komprimiert werden (z. B. mit Juzo SoftCompress in Verbindung mit Kurzzug-Kompressionsbinden). Diese ermöglichen eine individuelle Anpassung an die Patienten und deren jeweilige Ödemumfänge. Gegen Ende der ersten Phase der KPE, wenn weniger Umfangsschwankungen und -reduzierungen zu erwarten sind, werden die verwendeten Kompressionsverbände durch lymphologische, möglichst flachgestrickte Kompressionsbekleidung, zur Erhaltung des Therapieerfolges der Entstauungsphase, ersetzt. Diese wird für jeden Patienten extra angemessen und individuell produziert.


Eine perfekte und optimal angepasste Kompressionsversorgung darf nicht einschnüren oder rutschen. Speziell ausgebildete Fachkräfte ermitteln anhand Ihrer persönlichen Körpermaße eine individuelle Kompressionsversorgung, die extra für Sie passgenau und exakt angefertigt wird. Die Passform sollte in Zukunft regelmäßig im Fachhandel überprüft und für weitere Versorgungen neu angemessen werden.


3. Entstauende Bewegungs- und Atemtherapie

Gezielte Übungen oder allgemein Bewegung in Kompression sorgen in der Erhaltungsphase weiterhin für eine Förderung des Lymphabflusses.



Dadurch können die Erfolge der MLD und Kompressionstherapie dauerhaft erhalten bleiben und das Ödem sogar noch weiter abnehmen. Es ist enorm wichtig, dass Sie in der Therapie mit viel Eigenmotivation mitarbeiten, um bestmögliche Ergebnisse zu erhalten.


4. Hautpflege und Hautsanierung

In beiden Phasen der KPE ist die tägliche Hautpflege besonders wichtig. Die Haut von Ödempatienten ist viel empfindlicher und anfälliger für Entzündungen und Infektionen, als es bei Patienten ohne Ödeme oder gesunden Menschen der Fall ist.



Die Haut wird durch die regelmäßige Versorgung mit Kompressionsbandagen bzw. das tägliche Tragen von Kompressionsbekleidung trocken und kann zu jucken beginnen. Wird sie nicht entsprechend gepflegt, kommt es zu schuppigen oder rissigen Stellen, an denen Bakterien leichter in die Haut eindringen können. Das kann bei Lymphödemen zu Komplikationen wie Wundrose (Erysipel) oder anderen bakteriellen Entzündungen führen.

Reinigen Sie Ihre Haut mit einer Seife mit saurem pH-Wert (alle Werte unter 7), um den Säureschutzmantel zu erhalten. Zusätzlich sollten Sie die Haut morgens und abends sorgfältig mit einer reichhaltigen und feuchtigkeitsspendenden Lotion eincremen (z. B. Juzo Lymph Lotion). Dabei bitte darauf achten, dass die Lotion vollständig in die Haut eingezogen ist, bevor Sie Ihre Kompressionsbekleidung anziehen.


5. Aufklärung und Schulung zur individuellen Selbsttherapie

Wichtig für den dauerhaften Therapieerfolg ist die aktive Beteiligung des Patienten. Hierzu benötigt er Aufklärung über die Funktionsweise des Lymphsystems, das Zusammenwirken der einzelnen Therapiekomponenten und die Folgen fehlender Therapietreue.



Hilfreich sind Schulungen zu Atemtechniken, Entstauungsgymnastik, Selbstbandagierung, Hautpflege und Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen. Manchmal ist auch eine psychologische Begleitung sinnvoll. Ziel ist es, das Selbstmanagement zu verbessern, den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, die Organisation des Alltags zu erleichtern und die Lebensqualität zu steigern.


Gut zu wissen
  • Kompressionsbekleidung sitzt eng und wie eine zweite Haut am Körper. Deshalb bedarf es besonders zu Beginn einer Therapie etwas Übung, diese anzuziehen. Lassen Sie sich davon aber nicht entmutigen, denn mit der Zeit, etwas Erfahrung und nützlichen Hilfsmitteln wird das Anziehen immer einfacher.

Tipps

Was Sie selbst tun können

Wenn Sie ein Ödem haben, können Sie Ihre individuelle Therapie unterstützen und den Erfolg maßgeblich beeinflussen. Viele Dinge erfordern nur einen minimalen Aufwand, bewirken aber eine ganze Menge.

Ein entscheidender Faktor ist eine positive Einstellung zu sich selbst und seinem Körper zu haben: Akzeptieren Sie Ihr Ödem. Leben Sie MIT dem Ödem, aber nicht FÜR das Ödem. Generell gilt: Vermeiden Sie möglichst Verletzungen, Überanstrengung, große Hitze oder Kälte.


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Körperpflege & Hygiene

Die tägliche Körperpflege ist gerade für Ödempatienten enorm wichtig, da die Haut an den betroffenen Stellen sehr empfindlich und anfällig für Entzündungen und Infektionen sein kann.



  • Reinigen Sie Ihre Kompressionsbekleidung täglich, nur so bleiben die elastischen Eigenschaften dauerhaft erhalten.
  • Verwenden Sie zur Hautpflege Seife mit saurem pH-Wert (alle Werte unter 7). So erhalten Sie den Säureschutzfilm Ihrer Haut.
  • Pflegen und verwöhnen Sie Ihre Haut mit einer reichhaltigen und feuchtigkeitsspendenden Pflege (z. B. Juzo Lymph Lotion). Ziehen Sie Ihre Kompressionsbekleidung erst nach dem kompletten Einziehen der Pflegelotion in die Haut an.
  • Suchen Sie einen Arzt auf, sobald Sie Anzeichen einer flächigen Rötung, plötzliches Fieber, spontan auftretende Schmerzen und Schwellung oder eine Pilzerkrankung (juckende Rötung, gelbe, brüchige Nägel, Einrisse zwischen den Zehen) bemerken.
  • Achten Sie auf sorgfältige Nagelpflege und schneiden Sie nicht in die Nagelhaut.
  • Tragen Sie immer ein Desinfektionsmittel bei sich, um bei eventuellen Verletzungen sofort reagieren zu können.

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Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist immer empfehlenswert, denn jedes Kilo zu viel belastet Ihren Körper zusätzlich:



  • Versuchen Sie Normalgewicht zu erreichen und zu halten.
  • Bieten Sie Ihrem Körper genügend Ballaststoffe und reduzieren Sie Zucker und Fett.
  • Vermeiden oder reduzieren Sie nach Möglichkeit Alkohol und Nikotin.
  • Trinken Sie mindestens 2 Liter pro Tag, am besten Wasser oder ungesüßte Getränke.

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Sport

Bei Lymph- und Lipödemen lässt sich nicht pauschal sagen, was dem Einzelnen guttut. Hören Sie deshalb in sich hinein und achten Sie auf die Zeichen Ihres Körpers:



  • Sportarten wie leichtes Joggen, Walken Schwimmen oder Aqua-Fitness in nicht zu warmen Wasser sind gut geeignet und unterstützen die Therapiemaßnahmen. Wasserdruck wirkt außerdem als „natürliche“ Kompression.
  • Bevorzugen Sie Ausdauersportarten und körperliche Aktivitäten mit sanften Bewegungen. Tragen Sie bei sportlichen Aktivitäten Ihre Kompressionsbekleidung.

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Kleidung

Durch größere Umfänge an Beinen und / oder Armen oder anderen betroffenen Körperstellen kann es für Ödempatienten schwierig sein, passende Kleidung oder Schuhe zu finden:



  • Tragen Sie bequeme Kleidung, die Sie nicht einengt.
  • Achten Sie auf Bündchen oder Träger, die Sie nicht drücken oder einschnüren.
  • Bevorzugen Sie komfortables Schuhwerk, idealerweise mit niedrigen Absätzen, eventuell orthopädisch angepasste Schuhe.

FAQ

1. Was bedeutet der Begriff: „außerhalb des Regelfalls“ und ist dieser gleichbedeutend mit „außerhalb des Budgets“?

Der Begriff „Regelfall“ im Zusammenhang mit Heilmitteln wie beispielsweise Manuelle Lymphdrainage, Krankengymnastik, Massage etc. bedeutet, dass es für bestimmte Indikationen eine definierte Menge an Therapieeinheiten gibt.



Diese Anzahl an Therapieeinheiten ist im sog. Heilmittelkatalog festgelegt. Der Hintergrund ist, dass man davon ausgeht, dass erfahrungsgemäß eine bestimmte Anzahl an Behandlungseinheiten für die Erkrankungen ausreicht.


Wenn es sich jedoch um Erkrankungen handelt, die langwierig sind bzw. nicht wieder ausheilen – die also chronisch sind – dann reichen diese vorgeschriebenen Therapieeinheiten oftmals nicht aus: Es kann also aus medizinischer Sicht notwendig sein, dass über den Regelfall hinausgehend weitere Behandlungen erfolgen müssen. Diese Behandlungen laufen dann „außerhalb des Regelfalls“.


Der Begriff „außerhalb des Regelfalls“ bedeutet demnach, dass die eigentlich für eine Krankheit bzw. Indikation vorgeschriebene Menge an Therapieeinheiten nicht ausreichen und weitere Behandlungen durchgeführt müssen. Die Verordnung erfolgt dann dann „außerhalb des Regelfalls“.


Der Begriff „außerhalb des Regelfalls“ ist nicht gleichbedeutend mit dem Begriff „außerhalb des Budgets“. Ob eine Verordnung „ins Budget fällt“ oder nicht, ist allein von dem ICD-10-Code abhängig.


Stand 01.06.2017


2. Haben auch Patienten mit Lipödem einen Anspruch auf Manuelle Lymphdrainage (MLD)?

Vom Grundsatz her haben auch Lipödem-Patienten einen Anspruch auf MLD. Die medizinische Leitlinie für dieses Erkrankungsbild sieht vor, dass auch bei Lipödem-Patienten die sog. KPE (kombinierte Physikalische Entstauungstherapie) eingesetzt wird.



Die Bausteine der KPE sind Kompressionstherapie, Manuelle Lymphdrainage, Bewegungstherapie und Hautpflege. Alle Bausteine werden in Kombination eingesetzt, je nach Befund.


Da auch Ärzte mitunter unsicher sind, ob es grundsätzlich auch für Lipödem-Patienten MLD verordnen dürfen, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung dazu Folgendes geschrieben: „Das Lipödem wird synonym auch Lipolymphödem genannt; demnach ist eine Einordnung unter LY1 oder LY2 möglich und könnte mit einer MLD behandelt werden.“ 


Stand 01.06.2017


3. Was bedeuten die „ICD-10-Codes“ und warum sind diese wichtig?

ICD-10-Codes sind Verschlüsselungen für Krankheitsbilder bzw. Diagnosen. Diese bestehen aus Buchstaben und Zahlen, zum Beispiel: I89.01 bedeutet: Lymphödem der Extremität(en) im Erkrankungsstadium II. 


Diese Codes werden bei der Verordnung in der Arztpraxis auf die Formulare für Heilmittel aufgedruckt. Auf dem Verordnungsformular gibt es extra dafür vorgesehene Felder.


Diese Codes werden in Prüfungsstellen maschinell erfasst – anhand der Codes wird dann festgestellt, ob eine Heilmittelverordnung das „Budget“ des Arztes belastet oder nicht.


Es gibt bestimmte ICD-10-Codes bzw. Diagnosen, die automatisch budget-neutral sind. Hier ist es für den Betroffenen hilfreich zu wissen, was „sein Diagnose-Schlüssel“ bedeutet bzw. ob „sein Code“ das Budget des Arztes belastet oder nicht.


>>Die ICD-10-Codes finden Sie hier<<


Stand 01.06.2017


4. Was genau bedeutet der Begriff: „außerhalb des Regelfalls“ in der Heilmittel-Therapie?

Die Heilmittel-Richtlinie schreibt zum sog. Regelfall: „Der Heilmittelverordnung nach der Richtlinie liegt in den jeweiligen Abschnitten des Heilmittelkataloges ein definierter Regelfall zugrunde. 



Dieser Regelfall geht von der Vorstellung aus, dass mit dem der Indikation zugeordneten Heilmittel im Rahmen der Gesamtverordnungsmenge des Regelfalls das angestrebte Therapieziel erreicht werden kann. Die Gesamtverordnungsmenge und die Anzahl der Behandlungen (Einheiten) je Verordnung im Regelfall ergeben sich aus dem Heilmittelkatalog.“


Vereinfacht gesagt: Eine Heilmittelverordnung im Regelfall liegt dann vor, wenn die Verordnung einer Therapie den Vorgaben aus dem Heilmittelkatalog entspricht. Wenn also die Menge und Art der Therapie-Einheiten ausreicht, um eine Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Weitere Behandlungseinheiten sind danach nicht mehr notwendig.


Bei langwierigen bzw. chronischen Erkrankungen, wie z. B. dem Lymphödem, gilt es, im Rahmen der Therapie insbesondere Verschlimmerungen und Komplikationen zu vermeiden, Therapiepausen können sich hier negativ auf das Krankheitsbild auswirken. Hier kann es sein, dass die Gesamtverordnungsmenge überschritten wird. Lässt sich also die Behandlung mit der vorgegebenen Gesamtverordnungsmenge nicht abschließen – z. B. weil die Erkrankung fortbesteht –, sind weitere Verordnungen möglich. Das bedeutet dann „außerhalb des Regelfalls“.


Für Verordnungen außerhalb des Regelfalls gibt es besondere Vorgaben, die es zu beachten gilt: Verordnungen außerhalb des Regelfalls bedürfen einer besonderen Begründung mit prognostischer Einschätzung vom Arzt. Die Verordnungsmenge auf dem Rezept ist vom Arzt so zu bemessen, dass mindestens eine ärztliche Untersuchung innerhalb einer Zeitspanne von 12 Wochen nach der Verordnung gewährleistet ist.


Stand 01.06.2017


5. Was genau bedeutet der Begriff: „langfristiger Heilmittelbedarf“ bzw. langfristiger Behandlungsbedarf?

Ein langfristiger Heilmittelbedarf, mitunter auch langfristiger Behandlungsbedarf genannt, liegt dann vor, wenn Patienten schwer und dauerhaft erkrankt sind und eine Behandlung über mindestens ein Jahr erfolgen muss.



Es geht in diesem Zusammenhang also um schwere dauerhafte funktionelle/strukturelle Schädigungen. Ist für eine bestimmte Erkrankung das Vorliegen eines „langfristigen Heilmittelbedarfs“ anerkannt, dann fällt die entsprechende Heilmittelverordnung (z. B. MLD)  nicht in das Verordnungsvolumen des Arztes ein, sie ist „budget-neutral“. Etwaige Regresse sind für diese Verordnungen nicht zu befürchten. Ziel dieser Regelung ist, dass die – meist chronisch kranken – Patienten die notwendigen Behandlungen erhalten und der Arzt dabei nicht durch Regresse belastet wird.


Für welche Erkrankungen ein langfristiger Heilmittelbedarf bzw. Behandlungsbedarf besteht und anerkannt ist, wurde in einer Diagnose-Tabelle aufgelistet. In dieser Tabelle (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie) finden sich Erkrankungen bzw. die ICD-10-Codes, für die die entsprechend aufgeführten Heilmittel nicht „ins Budget“ des Arztes laufen.


Für die gelisteten Diagnosen bzw. ICD-10-Codes muss kein extra Antrag auf Anerkennung des langfristigen Heilmittelbedarfs gestellt werden und Verordnungen sind automatisch budget-neutral für den Arzt.


Stand 01.06.2017


6. Was versteht man unter ICD-10-Codes?

ICD-10-Codes sind „Diagnose-Verschlüsselungen“: Krankheiten und verwandte Gesundheitsprobleme werden international statistisch klassifiziert und mit Diagnose-Codes versehen. Diese Codes bestehen aus Buchstaben und Zahlen: Ein ICD-10-Code wäre beispielsweise: I89.0


Dieser Code ist z. B. für die Heilmittelverordnung (MLD-Rezept) von Bedeutung. Auf den Vordrucken gibt es extra maschinenlesbare Felder für die ICD-10-Codes.


Seit 01. Januar 2017 gilt dafür die Version 2017. In dieser neuen Version spielt die Lymphologie eine besondere Rolle, denn erstmalig kann nun auch das Erkrankungsstadium abgebildet werden – durch Anwendung einer 5. Ziffer.


Die Diagnose „Sekundäres Lymphödem Stadium II untere Extremität“ wird beispielsweise verschlüsselt in den folgenden Code: I89.01. Das Stadium III wäre I89.02.


Vor Januar 2017 gab es keine Möglichkeit, das Stadium anzugeben in dem Code – das ist also jetzt neu für die Ärzte.


Es gibt einige Codes, die in der Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie (Krankheiten mit langfristigem Heilmittelbedarf) aufgelistet sind – darunter auch viele der seit Januar geltenden neuen ICD-10-Codes aus der Lymphologie (siehe FAQ langfristiger Heilmittelbedarf).


Je nach Code ist eine Verordnung „budget-neutral“ ist oder geht in das Verordnungsvolumen des Arztes ein. 


Stand 01.06.2017


7. Gibt es Diagnose-Codes bzw. ICD-10-Codes, deren Heilmittelverordnungen nicht das Budget des Arztes belasten?

In einer Diagnose-Tabelle (Anlage 2 zur Heilmittel-Richtlinie des G-BA) sind die Erkrankungen mit dem zugehörigen Heilmittel (Diagnosegruppe, z. B. LY2) aufgeführt, die automatisch als Erkrankungen mit langfristigem Heilmittelbedarf anerkannt sind.


Verordnungen sind in diesen Fällen automatisch „budget-neutral“ und Anträge auf Anerkennung des langfristigen Heilmittelbedarfs müssen nicht gestellt werden.


Wichtig für Lymphödem-Patienten:


Seit 30.5.2017 sind nicht nur die MLD für das Lymphödem im Stadium III, sondern bereits für die Lymphödeme ab Stadium II automatisch außerhalb des Budgets (LY2). Das gilt auch die MLD bei Lymphödem nach Krebserkrankungen (LY3). Hier werden die Krebs-Diagnosen als Code dann auf das Rezept aufgebracht.


Damit das Budget nicht belastet wird muss Folgendes beachtet werden:  Der in der Anlage 2 gelistete 5-stellige Code (z. B. I89.01) bzw. bei Krebs-Patienten beispielsweise der Code C50.9 müsste auf dem MLD-Rezept stehen.


Stand 01.06.2017


8. Die ICD-10-Codes sind jetzt nach Stadien differenziert. Wie werden die verschiedenen Lymphödem-Stadien differenziert?

Seit Januar 2017 gelten neue Diagnose-Codes in der Lymphologie, diese bilden nun auch das Erkrankungsstadium ab.


Diese bestehen nicht mehr aus vier, sondern fünf Stellen – Beispiel: I89.01. zuvor: I89.0.


Durch Einführung der 5. Stelle kann u. a.  das Stadium der Erkrankung abgebildet werden – das ist wichtig für die Frage der Budget-Relevanz. Denn nur die MLD für die Lymphödem-Stadien II und III sind „budget-neutral“; die entsprechenden 5-stelligen Codes müssten dabei auf der Verordnung stehen.


Die verschiedenen Erkrankungsstadien in der Lymphologie lassen sich nach der am 23.5.2017 veröffentlichten AWMF-Leitlinie  wie folgt unterscheiden:


 


Stadium I

(spontan reversibel)

 

Ödem von weicher Konsistenz, Hochlagern reduziert die Schwellung

Stadium II

(nicht spontan reversibel)

 

Ödem mit sekundären Gewebeveränderungen; Hochlagern beseitigt die Schwellung nicht
Stadium IIIDeformierende harte Schwellung, z.T. lobäre Form z.T. mit typischen Hautveränderungen 

 


Stand 01.06.2017


9. Oftmals gibt es Unsicherheiten, wann ein Lipödem und wann Adipositas vorliegt – welche Kriterien gibt es zur Unterscheidung?

Oftmals ist es nicht auf den ersten Blick sofort zu erkennen, ob Adipositas oder ein Lipödem mit entsprechenden Befunden vorliegt.


Eine Abgrenzung soll durch die aktuelle medizinische Leitlinie AWMF (Registernummer 037-012) erleichtert werden. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind demnach: 


Typische klinische Merkmale zur Abgrenzung von Lipödem, Lipohypertrophie, Adipositas und Lymphödem.



Stand 01.06.2017

10. Wenn ich wissen möchte, was „mein ICD-10-Code“ bedeutet, wo kann ich nachschauen?

Auf der Heilmittelverordnung für Manuelle Lymphdrainage müssen die für die Therapie relevanten Erkrankungen von den Ärzten in verschlüsselter Form mit dem entsprechenden Diagnose-Codes (ICD-10-Codes) angegeben werden. Diese Codes werden in extra maschinenlesbaren Feldern eingetragen. 



Die Erkrankungen hinter den Diagnose-Schlüsseln, können auf folgender Webseite eingesehen werden. Dafür im Suchfeld oben links den entsprechenden Code eingeben.



Stand 01.06.2017


11. Müssen generell Anträge gestellt werden, wenn meine Verordnung außerhalb des Regelfalls läuft?

Die Heilmittel-Richtlinie des G-BA sieht zwar vor, dass Krankenkassen die Möglichkeit haben, sich eine Verordnung, die außerhalb des Regelfalles laufen soll, vorab zur Genehmigung vorlegen lassen. Aber praktisch verzichten die meisten Krankenkassen darauf.


Dazu heißt es in der Richtlinie:


„Begründungspflichtige Verordnungen (Anmerkung: gemeint ist hier die Verordnung außerhalb des Regelfalls) sind der zuständigen Krankenkasse vor Fortsetzung der Therapie zur Genehmigung vorzulegen. Nach Vorlage der Verordnung durch die oder den Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Kosten des Heilmittels unabhängig vom Ergebnis der Entscheidung über den Genehmigungsantrag, längstens jedoch bis zum Zugang einer Entscheidung über die Ablehnung der Genehmigung. Verzichtet die Krankenkasse auf ein Genehmigungsverfahren hat dies die gleiche Rechtswirkung wie eine erteilte Genehmigung. Sie informiert hierüber die Kassenärztliche Vereinigung.“


Für schwer erkrankte bzw. chronisch kranke Patienten, deren Erkrankung als ICD-10-Code in der Anlage 2 zur Heilmittel-Richtlinie aufgeführt ist (darunter fallen die Lymphödeme Stadium II und III), entfällt ein Antragsverfahren auf Genehmigung einer Verordnung „außerhalb des Regelfalls“ komplett.


>>Mehr Informationen welche Krankenkasse ein Genehmigungsverfahren durchführt


>>Zur Diagnose-Liste  


 Stand 01.08.2017


12. Lymphödem- und Lipödem-Patienten: Für welche Patienten ist es sinnvoll, einen Antrag zu stellen auf Anerkennung des langfristigen Heilmittelbedarfs?

Hier muss zunächst die Frage gestellt werden, ob die Erkrankung bzw. der zugehörige ICD-10-Code in der Anlage 2 gelistet ist oder nicht.



Die Diagnosen Lymphödem Stadium II oder III und Krebsdiagnose als Ursache des Lymphödems sind der Diagnose-Liste mit den Erkrankungen mit langfristigen Heilmittelbedarf (Anlage 2, Seite 42 und 43) aufgeführt. Bei den gelisteten Diagnosen in Verbindung mit der jeweils in der Anlage 2 aufgeführten Diagnosegruppe des Heilmittelkataloges (z. B. LY2, LY3) ist automatisch vom Vorliegen eines langfristigen Heilmittelbedarfs auszugehen. Wenn die Diagnose bzw. der ICD-10-Code also in Anlage 2 aufgeführt ist, muss kein Antrag auf die Genehmigung bzw. Anerkennung eines „langfristigen Heilmittelbedarfs“ gestellt werden. Zudem ist die entsprechende MLD-Heilmittelverordnung für den verordnenden Arzt damit automatisch „budget-neutral.“


Die Diagnose Lipödem ist jedoch nicht in der Anlage 2 aufgeführt, die Verordnung von Lymphdrainagen sind möglich (siehe FAQ), aber belasten das „Budget“ des Arztes. Für Erkrankungen, die nicht in der Diagnose-Liste aufgeführt sind, gibt es die Möglichkeit, einen „Antrag auf Genehmigung des langfristigen Heilmittelbedarfs nach § 32 Abs. 1a SGB V“ bei der zuständigen Krankenkasse zu stellen.


Von der Krankenkasse genehmigte Anträge haben den Vorteil, dass bestimmte Heilmittel-Verordnungen (z. B. LY2) für die entsprechende Diagnose (z. B. Lipödem) und einen meist definierten Zeitraum von einem Jahr „budget-neutral“ sind für den Arzt. Wenn die Krankenkasse den langfristigen Heilmittelbedarf anerkennt, bedeutet das – vereinfacht dargestellt –, dass die Erkrankung des Patienten gleichgestellt ist mit den in der Anlage 2 (Diagnose-Liste) aufgeführten Erkrankungen.


>>Mehr ausführliche Informationen 


Im Rahmen des Antrags sollte der Patient ausführlich darstellen, wie schwer seine Erkrankung bzw. Beeinträchtigung ist und dass ein Heilmittelbedarf von mindestens einem Jahr gegeben ist.


Außerdem sollte dargestellt werden, welche Probleme der Patient hat, wenn eine Heilmittel-Therapie (hier die MLD) nicht durchgeführt oder unterbrochen wird. Aus dem Antrag muss für die Krankenkasse hervorgehen, dass die angegebene Erkrankung vergleichbar ist mit einer bereits in der Anlage 2 gelisteten Erkrankung.


Beeinträchtigungen für den Patienten können sich auch aus der Summe von verschiedenen Erkrankungen ergeben – z. B. Rheuma. Es sollte also der Patient als Ganzes mit allen vorliegenden Erkrankungen betrachtet werden.


Übrigens: Die Vorgaben der Heilmittel-Richtlinie gelten auch hier. Das heißt:


Die Verordnungsmenge ist abhängig von der  Behandlungsfrequenz so zu bemessen, dass mindestens eine ärztliche Untersuchung innerhalb einer Zeitspanne von 12 Wochen nach der Verordnung gewährleistet ist.


 Lipödem und Lymphödem:


Wird bei einem Lipödem-Patient gleichzeitig auch ein Lymphödem im Stadium II oder III diagnostiziert, kann der Arzt beide Erkrankungen auf die Heilmittel-Verordnung (MLD) aufbringen. Für diese Patienten kann der Arzt also auf der MLD-Verordnung beide ICD-10-Codes – den Code für das Lipödem und den für das Lymphödem Stadium II bzw. III – aufbringen. Das Verordnungsformular für Heilmittel beinhaltet seit Januar zwei Felder für Diagnose-Schlüssel und ermöglicht somit dem Arzt nun die Dokumentation von zwei ICD-10-Codes.


Für Lymphödem-Stadium II und III gilt, dass bei diesen Erkrankungen der langfristige Heilmittelbedarf automatisch anerkannt ist und die entsprechenden MLD-Verordnungen daher nicht das Heilmittel-Budget des Arztes belasten.


Stand 01.06.2017


13. Eine Diagnose bzw. ICD-10-Code ist nicht in der Anlage 2 aufgeführt – was bedeutet das?

In der Anlage 2 sind alle Diagnosen bzw. deren ICD-10-Code aufgeführt, bei denen man davon ausgeht, dass es sich um schwer Erkrankte bzw. chronisch Kranke handelt, die über eine lange Zeit oder dauerhaft auf Heilmittel-Behandlungen angewiesen sind.


Diese Liste mit Erkrankungen ist nicht abschließend bzw. vollständig – es gibt also neben den gelisteten Diagnosen weitere Erkrankungen, die ebenso eine lange Zeit oder dauerhaft Heilmittel-Behandlungen erfordern.


Ist ein Code bzw. die Erkrankung nicht in der Diagnose-Liste Anlage 2 aufgeführt – z. B. das Lipödem –, gibt es für den Betroffenen die Möglichkeit, einen „Antrag auf Genehmigung des langfristigen Heilmittelbedarfs nach § 32 Abs. 1a SGB V“ bei der zuständigen Krankenkasse zu stellen.


Wenn der Antrag genehmigt ist (siehe FAQ dazu), wird die Erkrankung in diesem Fall dann sozusagen den in der Anlage 2 gelisteten Erkrankungen gleichgestellt – mit dem positiven Effekt, dass die entsprechende Heilmittelverordnung für den Arzt budget-neutral ist.


>>Weitere Informationen


 Stand 01.06.2017


14. Was ist die Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie?

Die Anlage 2 zur Heilmittel-Richtlinie ist die Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf nach § 32 Abs. 1a SGB V und ist Bestandteil der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses.


In der Anlage 2 sind alle Diagnosen bzw. deren ICD-10-Code aufgeführt, bei denen man davon ausgeht, dass es sich um schwer Erkrankte bzw. chronisch Kranke handelt, die über eine lange Zeit oder dauerhaft auf Heilmittel-Behandlungen angewiesen sind.


Diese Liste mit Erkrankungen ist nicht abschließend bzw. vollständig – es gibt also neben den gelisteten Diagnosen weitere Erkrankungen, die ebenso eine lange Zeit oder dauerhaft Heilmittel-Behandlungen erfordern.


Die Erkrankungen und die entsprechenden ICD-10-Codes für den Bereich Lymphologie mit den dazu gehörigen Heilmitteln sind unter folgenden Link zu finden: Die Anlage 2 ist Bestandteil der Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Seite 42 und 43.

Stand 01.06.2017


15. Lipödem: Gibt es hier – wie beim Lymphödem – auch eine Einteilung der Schweregrade und welche Stadien gibt es?

Nicht nur bei Lymphödemen, auch bei Lipödemen gibt es eine Einteilung der Schweregrade bzw. der Erkrankungs-Stadien.Gemäß der aktuell geltenden Leitlinie gibt es folgende Einteilung:


Stadium Charakteristika


Stadium I
Glatte Hautoberfläche mit gleichmäßig verdickter, homogen imponierender Subkutis


Stadium II
Unebene, überwiegend wellenartige Hautoberfläche, knotenartige Strukturen im verdickten Subkutanbereich


Stadium III
Ausgeprägte Umfangsvermehrung mit überhängenden Gewebeanteilen (Wammenbildung)


Je Stadium gibt es auch hier – wie bei den Lymphödemen – gesonderte Diagnose-Codes (ICD-10-Codes). Ein gleichzeitig zum Lipödem vorhandenes Lymphödem ist gesondert zu kodieren (I89.0-).


Die ICD-10-Codes für Lipödeme sind:


Stadium I: E88.20


Stadium II: E88.21


Stadium III: E88.22


Stand 01.06.17


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